Photoshop Hacks


Hallo ihr Lieben! Ich werde sehr häufig von euch gefragt, wie ich meine Fotos bearbeite und deswegen möchte ich euch heute ein paar „Photoshop Hacks“ vorstellen. Ich bearbeite so gut wie alle meine Fotos mit Photoshop und verwende aktuell die Version „CC 2018“. Dieser Post richtet sich hauptsächlich an die unter euch, die bereits Erfahrungen mit Photoshop haben und setzt selbstverständlich den Zugang zu diesem Bearbeitungsprogramm voraus. Als Bearbeitungsbeispiel habe ich das folgende Handyfoto (aufgenommen mit dem IPhone 8 Plus) ausgewählt, da es ein super Beispiel dafür ist, was man aus Fotos herausholen kann.


Dies ist das Endprodukt, um das es gehen wird. Auf dem Weg zu diesem Endergebnis werde ich euch, die für mich wichtigsten Bearbeitungsschritte und Lieblingswerkzeuge vorstellen. Diese wende ich auf alle Fotos an, unabhängig davon, ob es sich um ein Instagram-Flatlay oder Familienfoto handelt. Selbstverständlich kommen bei Menschen noch einige Bearbeitungsschritte hinzu, doch diese wären tatsächlich zu umfangreich, um sie hier zu erklären.


Im ersten Schritt wähle ich immer die Gradationskurven (Korrekturen -> Gradationskurven) und helle das Bild auf. Hierzu setzt man einen Punkt in der Mitte des Graphen, der im Fenster „Eigenschaften“ zu sehen ist, und zieht ihn etwas nach oben, sodass eine leicht gewölbte Kurve entsteht.


Da ich mit dem Aufhellen durch die Gradationskurven meist nicht zufrieden bin, greife ich anschließend zu meinem Lieblingswerkzeug dem „Abwedler“. Ihr solltet dieses in der linken Leiste finden. Wenn ihr dieses Werkzeug anwählt, öffnen sich die Pinseleinstellungen. Ändert die Größe und Härte nach eurem Belieben und malt anschließend in eurem Foto, um es aufzuhellen. Bei diesem Zwischenschritt habe ich erst einmal das gesamte Bild aufgehellt.

WICHTIG: Sobald ihr den Finger von der Maus nehmt und neu ansetzt, überlagert sich die Helligkeit und es können Flecken enstehen. Achtet also darauf nicht mit einzelnen Klicks zu arbeiten.


Danach habe ich alle Bereiche aufgehellt, die ich als noch immer zu dunkel empfunden habe. Besonders gut zu sehen an den Schatten auf dem Teller und der Schale mit den Himbeeren.


Jetzt kommen wir zu einem Efekkt, der mir sehr gut gefällt und der sicher vielen nicht bekannt ist. Dafür benötigen wir das Werkzeug „Kanalmixer“ (Korrekturen -> Kanalmixer). Setzt ein Häkchen bei „Monochrom".

Dann ändert die Ebeneneinstellung von „Normal“ auf „Weiches Licht“.

Das Ergebnis ist ein kühler und kontrastreicher Bildlook, der auch bei Porträts sehr interessant aussehen kann. Es ist allerdings zu beachten, dass dieser Effekt oft sehr extrem ist, in diesem Fall solltet ihr die Deckkraft einfach reduzieren.

Nun nehme ich einige Farbkorrekturen vor, indem ich „Farbton / Sättigung“ auswähle. (Korrekturen -> Farbton / Sättigung) Mit dem Finger-Symbol im Eigenschaften-Fenster könnt ihr an eine beliebige Stelle im Bild klicken und somit eine Farbegruppe (Rottöne, Gelbtöne, Grüntöne, Cyantöne, Blautöne oder Magentatöne) anwählen. Nur die angewählte Farbgruppe wird dann verändert, wenn ihr die Regler „Farbton“, „Sättigung“ und „Helligkeit“ bewegt. 

WICHTIG: Durch diesen Vorgang können auch Bereiche umgefärbt werden, die nicht verändert werden sollen. Wenn ich bei diesem Bild den Stängel meiner Tulpe anwähle, wird die Farbgruppe „Gelbtöne“ ausgewählt und ich verändere auch die gelben Elemente der Tischdecke, sowie die Lebensmittel, die Gelbtöne enthalten.  Um dies zu vermeiden, solltet ihr mit Pinseln arbeiten und nur die Stellen „anmalen“, die ihr färben möchtet.  Eure Ebene „Farbton / Sättigung“ ist weiß. Malt ihr mit einem schwarzen Pinsel auf dieser Ebene fügt ihr Änderungen hinzu, malt ihr mit einem weißen Pinsel entfernt ihr sie wieder.

Wie ihr sehen könnt, wirken die Pancakes nun weniger gelblich und der Stängel der Tulpe wurde entsättigt. So wirkt das Foto in meinen Augen harmonischer.
 

Das beste Werkzeug zum Entfernen von Unreinheiten oder sonstigen Störfaktoren ist das Ausbessern-Werkzeug. Leider kann ich anhand von Screenshots nicht zeigen wie es arbeitet, daher seht auch am besten dieses Video an. Mit diesem Tool entferne ich bei diesem Foto die Puderzuckerkrümel vom Teller.

Wenn ihr mit der Farbstimmung eures Fotos unzufrieden Seit könnt ihr die Lichter, also die hellen Töne in eurem Bild mit dem Fotofilter" (Korrekturen -> Fotofilter) umfärben. Mein Foto ist mir zu warm, daher wende ich einen blauen Filter mit reduzierter Deckkraft an.

Wenn ich mit dem Ergebnis aller Arbeitschritte noch nicht ganz zufrieden bin wiederhole ich sie oder reguliere nachträglich die Deckkraft von bestehenden Korrekturen. Ich habe bei diesem Foto einige Bereiche noch stärker aufgehellt bevor ich zum letzten Schritt gekommen bin: dem Schärfen.

Hierzu wähle ich eine etwas komplizierte Methode, die jedoch effektiver ist als die Scharfzeichnungsfilter. Ich dupliziere meine Ebene und ändere sie von „Normal“ auf „Weiches Licht“. Dann wähle ich in der oberen Leiste Filter -> Sonstige Filter -> Hochpass. In dem sich öffnenden Fenster reguliere ich den Grad der Schärfe und bestätige mit „OK“. Fertig! 

Und das ist das Ergebnis im Vorher-Nachher Vergleich! 

Viele meiner Fotos bearbeite ich (wie dieses) vorallem hinsichtlich der Licht- und Farbstimmung und die einzelnen Schritte zum Ergebnis sind oft ähnlich oder identisch. Ich hoffe für die unter euch, die Photoshop haben, waren hilfreiche Tipps dabei. Für alle anderen ist es vielleicht einfach interessant zu sehen, was aus einem Handyfoto rauszuholen ist. Bei Fragen könnt ihr euch gerne in den Kommentaren oder auf ask an mich wenden. xoxo Amy

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